Bei strahlendem Sonnenschein konnte die Inninger Pfarrgemeinde zusammen mit der Pfarreiengemeinschaft am 28. Juni in der gut besuchten Kirche einen festlichen Gottesdienst mit dem Zelebranten Pfarrer Nikolaus Wurzer M.A., dem Konzelebranten Pater Benny Augustine MST und dem Diakon Artur Waibl feiern. Die Sonne hat die Inninger zu diesem Anlass schon seit vielen Jahren regelmäßig verwöhnt. Im Blick auf das diesmal sehr große Verwöhnen hatten die Menschen die besondere Gelegenheit, nicht nur die sehr ansprechend gestaltete Feier zu genießen, sondern auch die angenehme Kühle des Kirchengebäudes.
Schwungvoll der Beginn mit dem Lied „Unser Leben sei ein Fest, Jesu Geist in unserer Mitte“. Es war nicht nur ein Lied, das die Gemeinde gesungen hat, sondern ein wirklich freudiger Ausdruck der Gegenwart Gottes.
Nikolaus Wurzer betonte in seiner Einführung den Namenstag der Glaubenszeugen Petrus und Paulus. Interessant war seine Bemerkung, das Paulus nach heutigen Maßstäben als ein bedeutender Influencer gelten kann. Influencer erzeugen in den sozialen Medien eine große Reichweite, um Botschaften zu senden. Ebenso hatte Paulus mit den damaligen Möglichkeiten eine große Reichweite. Seine Instrumente waren seine Briefe und seine Reisen.
In sehr gelungener und für Kleine wie Große ansprechender Form wurden kostbare Botschaften der Paulusbriefe im Wechsel von Text und Gesang vermittelt. Es ging zunächst um den Wandel des Paulus vom Gegner zum Freund und begeisterten Anhänger Jesu Christi.
Dann das beeindruckend schöne Bild aus dem Brief des Paulus an die Galater: Christus wie ein Kleid tragen! Kleidung berührt die Haut. Sie wärmt und schützt. Genau diese liebevolle Nähe kommt in dem Satz zum Ausdruck: „Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen“ (Galater 3,27).
An anderer Stelle vergleicht er die Christen mit einem Brief: „Unverkennbar seid ihr ein Brief Christi, ausgefertigt durch unseren Dienst, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf Tafeln aus Stein, sondern – wie auf Tafeln – in Herzen von Fleisch.“ (2 Korinther 3,3). Eine christliche Gemeinde ist wie ein offener Brief, der dazu einlädt, gelesen zu werden. Was heißt das für uns?
Schließlich spricht er im Brief an die Römer von der Liebe Gottes: „Denn ich bin gewiss: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges noch Gewalten, weder Höhe oder Tiefe noch irgendeine andere Kreatur können uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn (Röm 8,38f).
In dem von Diakon Artur Waibl vorgetragenem Evangelium nach Matthäus steht der hoffnungsvolle Satz Jesu Christi: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Matthäus 28, 20). Diese Zusage spendet bis heute vielen Menschen Trost und Zuversicht – ein Anliegen, das auch Paulus enorm wichtig war.
Auf kleinen Zetteln konnte die Gemeinde ihre persönlichen Anliegen als Fürbitten formulieren, die dann von den Lektorinnen und Lektoren vorgetragen wurden.
Dieser schöne Festgottesdienst war zugleich die Gelegenheit, Susanne Sroka die offizielle Urkunde für die Beauftragung zur Kommunionhelferin zu überreichen.
Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich Fritz Manzeneder, der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates von St. Peter und Paul, bei allen Mitwirkenden und lud die Gemeinde zum Pfarrfest ein – diesmal ins gekühlte Pfarrheim, wo viele liebevolle Menschen Getränke, Speisen und Unterhaltung für die Kinder vorbereitet hatten.
Text und Bild:
Thomas Seibert


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