„Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, mache einen Plan“, sagte der bekannte Physiker Harald Lesch. Dahinter steht die Erkenntnis, dass vieles, was sich Menschen ausdenken, nicht immer wie geplant funktioniert. Dazu passt vielleicht die Inschrift auf dem Grab eines Mathematikers: „Damit hatte ich nicht gerechnet.“
Im Leben kommt es manchmal anders als wir denken. Diesen Satz kann ich aus eigener Erfahrung reichlich bestätigen. Und so befinden wir uns oft in einer Lage, die wir uns weder ausgesucht noch gewünscht haben. Mit dem Schicksal hadern, steigert nur die eigene Unzufriedenheit.
Es gibt aber auch die andere Erfahrung, dass aus einem „hässlichen Entlein ein schöner Schwan wird“ – will sagen: Etwas, das zunächst gering erscheint, entpuppt sich nach und nach als kostbarer Schatz.
Also: Unberechenbarkeit ist nicht automatisch schlecht. Denn: Genau hier kann Gott ins Spiel kommen. Die Kunst besteht nun darin, das zu erkennen und dem göttlichen Wirken Raum zu geben und nicht besessen an den selbst gemachten Plänen festzuhalten.
„Manchmal ist eine Geschichte positiv zu Ende erzählt.“ Es ist wichtig zu wissen, wann etwas zu Ende ist, und sich dann ohne Wehmut zu verabschieden. Versöhnt und friedlich. Nur so entsteht Raum für das Neue, das Gott mit uns in seinem Heilsplan vorgesehen hat. Das Geheimnis von Tod und Auferstehung – es lässt sich nicht verstehen oder begreifen. Nur zart spüren.
Thomas Seibert
Bild: Pixabay


Schreibe einen Kommentar