Es war eine sehr erhabene Stimmung in der vollbesetzten Kirche an diesem besonderen Sonntag am 11. Oktober 2026. Fulminant war die musikalische Gestaltung der Paukenmesse in Es-Dur von Konrad Lindauer für Orgel, Soli, Chor und Orchester unter Leitung von Stefan Albertshauser. Es ist gelungen, die Herzen der Menschen zu Gott zu erheben! So betonte es der Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger, der zusammen mit dem leitenden Pfarrer Nikolaus Wurzer M.A. und Pater Benny Augustine MST diesen festlichen Gottesdienst zelebrierte. Zuvor hatte ihm Nikolaus Wurzer ein herzliches Willkommen ausgesprochen – und ihn feierlich begrüßt als Weihbischof und Mitglied unserer Pfarrgemeinde. Sein Dank galt allen Personen, die an dem Projekt der Generalsanierung mitgewirkt haben und der an diesem Tag versammelten Gemeinde für ihr Glaubenszeugnis.
Weihbischof Losinger betonte: „Es ist mir eine erlesene Freude, in meiner Heimatpfarrei diese Orgel zu segnen.“ In seiner Predigt zitierte er ein Wort von Benedikt XVI., der in seiner Zeit als Kardinal beim Besuch einer kleinen Pfarrei darüber sehr erstaunt war, welch großartige Orgel diese Gemeinde vollkommen aus eigenen Mitteln finanziert hat: „Eine Gemeinde, die eine solche Orgel baut, setzt ein deutliches Signal, dass sie Zukunft hat.“ Genau dieses Wort gilt auch St. Georg und Michael in unserer Zeit.
„Vieles kann Musik zum Ausdruck bringen, wo Worte verstummen. Musik ist ein Gottesgeschenk und hat eine Beziehung zur Ewigkeit.“ Nachdenklich waren seine Worte, als er Sophie Scholl zitierte, die kurz vor ihrer Hinrichtung durch die Nationalsozialisten in ihrem Tagebuch vermerkte, dass Musik das Herz weit macht und die Türen der Seele öffnet.
Wir leben gegenwärtig in Zeiten des Wohlstands, zugleich spüren wir, dass für viele Menschen die Sinnfrage offen ist. Musik kann in dieser Hinsicht Perspektiven eröffnen und dem Alltag Farbe geben.
Ebenfalls nachdenklich sein Hinweis auf ein oft gebrauchtes Wort, das aber im Kern falsch ist: „Wo gesungen wird, lass dich nieder, denn böse Menschen haben keine Lieder.“ – „Nein! Auch böse Menschen haben Lieder. Diktaturen benutzen Musik für ihre Zwecke. Darum gilt es aufzupassen, was gesungen wird!“
In der Dürre der Sahelzone wird gesagt: „Nimm einem Mann das Brot, und er wird noch eine Woche leben. Nimm einem Mann das Wasser, und er wird einen Tag überleben. Nimm ihm das Ziel, und er ist sofort ein Mann des Todes.“
Also: Es ist wichtig, als Christen ein Ziel vor Augen zu haben. Die Musik kann unser Herz dafür öffnen! Zum Schluss galt sein ausdrücklicher Dank allen Sponsoren, die es ermöglicht haben, unsere Orgel zu sanieren und damit ein deutliches Signal zur Zukunft unserer Gemeinde zu geben.
Thomas Seibert


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