Die Firmung in den Pfarreiengemeinschaften von Göggingen, Bergheim und Inningen
„Beim FCA sind die besten Plätze die Stehplätze“, bemerkte auf humorvolle Art Pfarrer Nikolaus Wurzer M.A. zum Beginn des Gottesdienstes. Er hatte dazu einen guten Grund, denn die Kirche St. Georg und Michael war so voll, dass viele stehen mussten – oder durften, je nach Blickwinkel. Er begrüßte die jungen Menschen, die sich zum Empfang des Sakramentes der Firmung am 17. Oktober 2026 entschlossen haben, ihre Paten und Familien, den vom Bischof Bertram beauftragten Firmspender Domkapitular Dr. Thomas Groll, Pfarrer Martin Sigalla und Pater Benny Augustine MST. Sein Dank galt den Sängerinnen und Sängern und allen Mitwirkenden bei der musikalischen Gestaltung der gottesdienstlichen Feier unter Leitung von Stefan Albertshauser und dem Diakon Artur Waibl für die Vorbereitung und Organisation.
Die Lesung aus der Apostelgeschichte berichtete von den Zeichen des Heiligen Geistes, den Feuerzungen und dem Sprachwunder. Die zentrale Aussage des Evangeliums war das Wort Jesu an seine Jünger: „Friede sei mit Euch. Empfangt den Heiligen Geist“ (Johannes 20,19-23).
In schwungvoller und für junge Menschen ansprechender Weise predigte Domkapitular Groll über die nicht einfach zu verstehende Bedeutung des Pfingstfestes und den dreieinigen Gott, der sich uns Menschen im Heiligen Geist in den alltäglichen Situationen des Lebens zeigt. „Wir Christen haben einen Gott, der in Jesus Christus in die Welt gekommen ist und der uns nahe ist. Gott kennt unseren Alltag!“ Er betonte die Bedeutung des Heiligen Geistes in unserer Zeit – vor allem, wenn es darum geht, sich einzusetzen für eine bessere Welt, für Gerechtigkeit und Frieden. Wichtig ist, sich stark zu machen für die am Rande und gemeinsam für das Gute einzustehen. Den Patinnen und Paten legte er ans Herz, sich nicht nur um die Geschenke zu kümmern, „ein Motorrad mit Führerschein für die Jungs und ein Pferd ohne Führerschein für die Mädchen“, sondern immer an der Seite der ihnen anvertrauten jungen Leute zu stehen – besonders in schwierigen Lagen. Den Gefirmten stellte er die zum Nachdenken anregende und tiefsinnige Frage: „Was wird anders in meinem Leben, wenn ich den Heiligen Geist empfangen habe?“
Beeindruckend war, dass der Domkapitular das volle Gotteshaus und die gute Atmosphäre zum Anlass genommen hat, für die Kirche zu werben, die an vielen Orten für die Menschen da ist: Kindergärten, Schulen, Horte, Altenheime und Hospize in kirchlicher Trägerschaft sind ein Zeichen dafür. Also: Es lohnt sich, der Kirche anzugehören. Wer sich im Laufe seines Lebens aus bestimmten Gründen von Kirche abgewendet hat, darf sich beim Wunsch nach Wiederaufnahme gern an ihn persönlich wenden oder an den Pfarrer vor Ort.
Bei der Spendung des Sakramentes der Firmung nahm sich Groll für die jungen Menschen immer ein wenig Zeit für ein kleines persönliches Gespräch, das stets von einem Lachen und großer Freude gekennzeichnet war. So entstand eine gute Stimmung, die in diesem besonderen Gottesdienst von der göttlichen Freude Zeugnis gegeben hat.
Thomas Seibert
Bild: Michael Haggenmüller, Photographie


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